Gewidmet Ernst Zündel - Inhaftiert wegen Gedankenverbrechen

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Nachrichten-Archiv    Druckansicht 8. März 2007   
 

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Staatsschutz überprüft Volksmusik auf "Rechtsradikalismus"

Quelle: Hochrhein-Zeitung, Mittwoch, 28.02.2007

"Diese Musik hat in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert. 10 Millionen Menschen - so hat die Demoskopie ganz seriös errechnet - lieben diese Musik!" Im Interview in der Reportage von Annette Hopfenmüller "Hans R. Beierlein - Der Mann der sich selbst erfand" (ausgestrahlt einen Tag nach dem Eröffnungscasting zum Superstar der Volksmusik in Frankfurt am 11. Februar 07 in der ARD) ist dies die Aussage von Hans R. Beierlein zum Thema Volksmusik.

Doch der Staat denkt anscheinend anders. Fällt ein Event des Schlagers und der Volksmusik zufällig auf einen Geburtstag eines der Begründer des Nationalsozialsmus am 20. April gerät die Volksmusik gleich in den Ruf einer "Rechtsradikalen Veranstaltung".

Ob Lionel Richie oder Ludwig Hirsch selbst oder gar Konzerte mit Werken von Mozart oder Beethoven von namhaften Orchestern. Konzertevents gibt es am 20. April 2007 genug. Die Stadtverwaltung Erzhausen bei Darmstadt jedoch witterte nichts Gutes, als die Castingshow "Superstars der Volksmusik" für die Regionalausscheidung Hessen Süd ihr Bürgerhaus mieten wollten, wurde die Veranstaltung umgehend der Kripo gemeldet!

Gestern standen dann zwei Kripobeamte vor der Tür von hr-topevent, dem Veranstalter des Superstars der Volksmusik. Als jedoch die Inhaber nicht angetroffen wurden, wurde telefonischer Kontakt aufgenommen. Die Angelegenheit sei so wichtig, das man sich auf einem Autohof treffen müsse, denn Heiko Rübsamen war gerade auf dem Weg zu Anita Burck, einem der Jurymitglieder der Show.

"Um was geht's denn überhaupt?", war die erste Frage. "Bei der Antwort 'Um den Geburtstag von Hitler'" dachte ich, ich bin im falschen Film und vermutete eine versteckte Kamera", so Heiko Rübsamen. Doch die Beamten der Kripo Gießen, Kommissariat Staatsschutz, zeigten Ihre Marke und versicherten, dass sie ernsthaft recherchierten, denn es handele sich schließlich um eine volkstümliche Veranstaltung an eben jenem Geburtstag.

Dabei orderte ein Mitarbeiter von HR-Topevent lediglich eine Location für einen volkstümlichen Abend. Ob in Borken, Grünberg oder Alsfeld in den Hessenhallen - nirgends wird die Veranstaltung mit einer "rechten Veranstaltung" in Verbindung gebracht.

Doch in Deutschland scheint dieser Zusammenhang von volkstümlicher Veranstaltung und Rechtsextremismus "normal" zu sein. Zumindest am 20. April, laut Aussage der ermittelnden Beamten. "In dem Zusammenhang sind wir sehr sensibel", so die Beamten.

"Gerade in diesem Genre sind die Menschen und Künstler jedoch äußerst positiv eingestellt", so Traugott Arens, Mitentwickler vom Superstar der Volksmusik, Theologe und Ethik-Manager. "Absolut Fair im Umgang miteinander und von der Sache überzeugt, das zeigen auch die vielen Stars, die unseren Event "Superstar der Volksmusik" unterstützen, wie z.B. Mara Kayser, Alpentrio Tirol, Uwe Hübner, Belsy, Tina York, Gaby Baginsky, Edith Prock, Die Amigos, GG Anderson Naddel und Kurt Esässer u.v.m

Auch zahlreiche Firmen und Medien unterstützen diese Veranstaltung, die in dieser Form das erste Mal durchgeführt wird. So hat z.B. Koch Universal Music den Siegerpreis, einen Plattenvertrag, gestiftet und steht voll hinter diesem Event (siehe Der Musikmarkt, Ausgabe 6/07).

Es sind viele Menschen, die die deutsche Musik mögen ohne gleich nationalsozialistisch zu sein. Wir halten es für eine Beleidigung all dieser Menschen, wenn staatliche Organe in dieser Art und Weise auf die Veranstaltung für eine "Chance für den Nachwuchs" reagieren und hoffen im Namen aller, das dieses Vorgehen nicht Schule macht."

"Müssen sich jetzt alle "volkstümlichen Veranstaltungen" die am 20. April stattfinden einer Überprüfung unterziehen? Müssen wir jetzt unsere 'Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen' absagen?", so Georg Astenwald, Chef des beliebten Alpentrio Tirols mit einem leichten Schmunzeln. Empörung und Kopfschütteln ist die Resonanz auf diese Aktion. Wenn es nicht so ernst wäre.....



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